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Krabbeldecke nähen | Schritt für Schritt

||||| 8 Mag ich! |||||

Teil 1

Schon als der kleine Mini Hops noch nicht auf der Welt war, bin ich angefangen für sie zu nähen. Ich konnte es gar nicht abwarten zu wissen, ob es nun ein Mädchen oder Junge wird, da ich ja dementsprechend Stoffe und Farben aussuchen wollte.

Als dann klar war: Es wird ein Mädchen, bin ich mit dem ersten großen Näh-Projekt auf der langen Liste angefangen und habe mich für eine dick gepolsterte Krabbeldecke im Patchwork Stil entschieden. Mir schwebte immer eine große, dicke Decke vor, da unser Wohnzimmer gefliest ist und leider keine Fußbodenheizung hat. Wir haben die Krabbeldecke unglaublich viel genutzt, ob erst im Laufstall oder danach auf der Krabbelmatte und nun dient sie immer noch als Kuscheldecke. Es hat sich also wirklich gelohnt sie zu nähen.

 

Falls auch ihr daran Interesse habt eine Decke zu nähen, ob für Euren kleinen Schatz oder auch als ein tolles Geschenk zur Geburt, möchte ich Euch hier eine detaillierte, aber auch Anfängerfreundliche Anleitung geben. Da die komplette Anleitung  im Ganzen wirklich SEHR viel Text ist, möchte ich sie aufteilen. Heute erfahrt ihr alles über die Stoffauswahl und das Legen des Patchwork Musters. Der nächste Teil befasst sich dann mit dem genauen Nähvorgang.

 

was braucht ihr?

  • ein Stück dicke Pappe
  • Lineal, Schere oder Rollschneider und Schneidematte
  • eine Nähmaschine
  • reichlich Stecknadeln
  • Ein Bügelbrett und Bügeleisen
  • Stoff für die Oberseite
  • Stoff für die Unterseite
  • passendes, hochwertiges Garn
  • Volumenvlies als Wattierung
  • Vliesofix und das Stickvlies, falls ihr Applikationen aufbringen möchtet

 

und Los geht’s!

Das Zimmer, als auch die Möbel unserer Kleinen sind komplett in grau und weiß gehalten und hier und da mit pinken Akzenten versetzt.  Auch die Decke sollte diese Farben bekommen, aber dennoch eher unempfindlich sein. Also bin ich in einen Stoffladen bei uns um die Ecke und habe mich beraten lassen. Am Ende sind es sechs unterschiedliche Stoffe in dem Farbschema grau-pink-weiß geworden.

Bei Eurer Stoffauswahl  für die Oberseite solltet ihr einige Dinge beachten:
Nehmt auf keinen Fall elastische Jerseystoffe, Cord-, Jeans-, oder Fleecestoffe. Damit verzieht sich bei Nähen das Muster des Patchwork-Oberteils, oder es gibt unschöne „Dellen“, wenn die Stoffe zu dick sind. Wenn er zu dünn ist, scheint er durch.
Verwendet am besten nur 100% Baumwolle. Greift hier auch lieber auf die etwas teureren und hochwertigeren Stoffe aus dem Fachgeschäft zurück. Wenn ihr speziellen Wert darauf legt, vielleicht sogar auf ausgewiesene Baby-Ökostoffe. Außerdem gibt es auch konkrete  Stoffserien/Stoffpakete. Hier sind die Farben und Muster der einzelnen Stoffe schon direkt aufeinander abgestimmt und passen farblich perfekt zusammen.

Schaut doch mal bei Dawanda unter Stoffpakete Baumwolle. Hier findet ihr ganz tolle Kombinationen in Euren Wunschfarben.

 

Meine Beispieldecke hat die Maße 1,20m x1,00m. Dafür braucht ihr Folgendes:

1. Stoff für die Oberseite:

Bei der Frage „Wieviel Stoff brauche ich denn?“ muss man ein wenig rechnen….

Es kommt es immer darauf an, wie viele verschiedene Stoffe ihr am Ende auswählt, wie groß die Decke am Ende werden soll und wie groß die einzelnen Quadrate sein sollen. Meine Empfehlung ist eine Quadratgröße von 20 x 20cm. Das heißt bei einer Gesamtgröße der Decke von 1,20 x 1,00m habt ihr fünf Quadrate auf der kurzen und sechs Quadrate auf der langen Seite. Das sind dann insgesamt 30 Quadrate.

Bei meinem Beispiel habe ich mich für 6 unterschiedliche Stoffe entschieden.  Rechnet am besten so, dass alle Quadrate gleich häufig vorkommen. Das bedeutet am Ende:

30 Quadrate / 6 unterschiedliche Stoffe = 5 Quadrate pro Stoff

Zugeschnitten müssen die Quadrate aber etwas größer sein, da ihr eine Nahtzugabe einberechnen müsst. Hier empfehle ich 0,75cm, das ist bei meiner Nähmaschine nähfüßchenbreit. So könnt ihr das Füßchen der Nähmaschine direkt am Stoffende ansetzen. Das ist für Anfänger empfehlenswert um gerade und sauber zu nähen. Das bedeutet also:

20cm + 0,75cm Nahtzugabe an jeder Seite = Quadratgröße von  21,5cm x 21,5cm

Damit reicht es dann vollkommen, wenn ihr von jedem Stoff ca. 30cm nehmt. Er liegt ja auch meist 140-150cm breit. So habt ihr am Ende auf jeden Fall noch Stoff übrig, für z.B. ein kleines Kissen, oder eine Puckschnecke, die toll zur Decke passt. Dann braucht ihr:

 

2. Stoff für die Unterseite

Hier könnt ihr jeden beliebigen Stoff nehmen. Ich habe hier einen dicken, grauen Fleecestoff gewählt, weil er schön weich und warm ist. Davon nehmt ihr ein ca. 1,25 x 1,05m großes Stoffstück.

 

3. die Füllung

Ich habe mich sogar für 2 Lagen 4cm dicken Volumenvlies enstchieden, ebenfalls 1,25 x 1,05m groß. So ist die Decke dick und warm gepolstert. Falls ihr sie nicht so dick haben möchtet, reicht auch eine 4cm dicke Vlieslage. Bitte hierzu kein Bügelvlies sondern Volumenvlies verwenden.

 

Das zuschneiden der stoffe und die musterlegung:

1. Das Zuschneiden

Bevor ihr überhaupt anfangt, solltet ihr die Stoffe waschen und bügeln. So verzieht er sich am Ende garantiert nicht und ihr ärgert Euch nicht. Außerdem sollte der Stoff auf jeden Fall gewaschen sein, bevor ein Baby darauf liegt. Das Bügeln ist beim Patchworken ebenfalls wichtig, so arbeitet ihr genauer.

Parallel schneidet ihr Euch ein Muster-Quadrat als Schablone aus Pappe zu (21,5 x 21,5 cm). Dann schneidet Euch von jedem Stoff fünf Quadrate. Falls ihr einen Rollschneider und eine Matte besitzt, geht das Ganze recht fix und ist auch sehr genau. Mit ein bisschen Übung könnt ihr den Stoff auch in mehreren Lagen übereinanderlegen, sodass ihr mehrere Quadrate auf einmal schneidet.

 

Aber eine Schere tut es natürlich auch. Bei Scheren generell, solltet ihr immer eine Schere nehmen, mit der ihr NUR Stoff schneidet. Am besten habt ihr zwei, eine zum Zuschneiden von Schnittmustern und eine für den Stoff. Ansonsten werden diese schnell stumpf.

Wichtig beim Patchworken ist immer, dass ihr sauber und ordentlich arbeitet und genau seid. Das dauert, aber am Ende freut ihr Euch auf jeden Fall über ein tolles Ergebnis und habt länger etwas von Eurer Decke.

2. Das Muster legen

Hier sind Eurer Phantasie keine Grenzen gesetzt. Ich habe mir die Quadrate auf dem Boden so hingelegt, wie ich es am Schönsten fand. Da ist mir auch aufgefallen, dass ich von dem einen Stoff noch ein Quadrat mehr und von dem anderen eins weniger möchte, aber das könnt ihr so entscheiden, wie ihr mögt. In der Anordnung gibt es unendlich viele Möglichkeiten. Hier seht ihr mein Beispielmuster. Ich mag es lieber unstrukturiert:

 

3. Das Muster festlegen

Wenn ihr Euch entschieden habt, solltet ihr es in einem Foto festhalten. So wisst ihr am Ende immer, wie es aussehen sollte. (Glaubt mir, ihr werden durcheinander kommen, falls ihr es nicht macht). Es ist auch von Vorteil erst eine Variante zu legen, die man mag, dann ein Foto davon zu machen noch weitere Varianten so zu legen. So könnt ihr am Ende alle Varianten gut vergleichen und dann fest entschieden welche Euch am besten gefällt. Wenn ihr damit fertig seid, seid ihr Eurer Decke schon ein großes Stück näher gekommen.

Fortsetzung folgt…

…Ich hoffe, der erste Teil ist soweit klar und ihr habt Lust auf den zweiten Teil. Da geht es dann weiter mit dem Nähen. Falls ihr Fragen zum ersten Teil habt, hinterlasst diese doch einfach in einem Kommentar, dann kann ich direkt dazu antworten.

Bis dahin, Euer Fräulein Hops.

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